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Delegation aus Bosnien besucht Lebenshilfe Goslar

August 7, 2025 1:03 pm Veröffentlicht von

Vom 4.-7. August hieß es für die sechsköpfige Delegation aus Bosnien „srdačno dobrodošli“ – „herzlich willkommen“ bei der Lebenshilfe Goslar. Auf dem Programm standen neben rechtlichen und finanziellen Themen u. a. auch der Besuch der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), des heilpädagogischen Kindergartens sowie des neuen Kinder- und Jugendhauses in Harlingerode. Hier erhielten die Gäste jeweils einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Lebenshilfe und hatten die Möglichkeit, sich mit den Mitarbeitern über die Chancen und Herausforderungen der zahlreichen Angebote auszutauschen.

Ein besonderes Highlight war die Pralinenherstellung: Schritt für Schritt konnten die Besucher hier die Entstehung der kleinen Köstlichkeiten mitverfolgen – und diese anschließend auch probieren. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Vorstellung des Werkstattrats: Der erste Vorsitzende Jonny Wagner berichtete über die Organisation sowie die vielfältigen Aufgaben der Beschäftigten-Selbstvertretung. Zudem wurde auch Sandra Kellner, Mitarbeiterin der WfbM, an ihrem Außenarbeitsplatz in einem Pflegeheim in Vienenburg besucht. Hier arbeitet sie als Alltagshelferin – ein Beispiel für einen gelungenen Sprung in Richtung erster Arbeitsmarkt.

„Wir freuen uns über die Gelegenheit, uns auf internationaler Ebene über die Arbeit mit Menschen mit Behinderung austauschen und so auch mal über den Tellerrand hinausschauen zu können“, so Lebenshilfe-Geschäftsführer Sven Dickfeld. „Vor allem ist es uns wichtig zu zeigen, dass wir mit unseren Beschäftigten auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Und auch, wenn es einige Unterschiede zwischen Deutschland und Bosnien gibt, können wir voneinander lernen und prüfen, ob es Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt.“

Hergestellt wurde der Kontakt über Georg Schiel aus Erfurt, der sich bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit örtlichen Organisationen für Menschen mit Behinderungen in Bosnien-Herzegowina engagiert. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Lebenshilfe Goslar einen Einblick in ihren Arbeitsalltag ermöglicht“, so Schiel. „So können wir neue Ideen und Anstöße für die Weiterentwicklung der Angebote in Bosnien-Herzegowina erhalten. Zudem hoffen wir, dass sich ein Erfahrungsaustausch im gegenseitigen Interesse und zu beiderseitigem Nutzen entwickeln kann.“

Stellte die Arbeit des Werkstattrats vor: 1. Vorsitzender Jonny Wagner.
Bewegung hält fit: Sandra Kellner (r.) unterstützt die Bewohnerinnen des Pflegeheims u. a. mit Motorikübungen.

Fotos: Lebenshilfe Goslar