Unternehmensfrühstück zum Thema berufliche Inklusion
Januar 30, 2026 1:21 pm Veröffentlicht von Nadine PriebeDer Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt gestaltet sich für Menschen mit Beeinträchtigung oft viel schwieriger als für andere. Die meisten Arbeitgeber haben wenig oder gar keine Berührungspunkte mit diesem Personenkreis, woraus teilweise falsche Vorstellungen entstehen. Auch wissen viele nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für inklusive Beschäftigung gibt. Häufig entscheiden sie sich daher eher für die Zahlung der Ausgleichsabgabe, anstatt offene Stellen mit Menschen mit Beeinträchtigung zu besetzen.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, veranstaltet die Lebenshilfe Goslar gemeinsam mit der WiReGo (Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co. KG) regelmäßig ein Unternehmensfrühstück, bei dem die Goslarer Arbeitsassistenz verschiedene personelle und finanzielle Unterstützungsangebote vorstellt, mit denen Unternehmen ihre Teams inklusiver gestalten können. Best-Practice-Beispiele aus dem Harzer Raum sowie ein Rundgang durch die Werkstatt runden die Veranstaltung ab.
„Die hohe Teilnehmerzahl zeigt uns, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Eigentlich hatten wir nur 40 Plätze, haben dann aber aufgrund der hohen Nachfrage noch einmal aufgestockt“, so Sven Dickfeld, Geschäftsführer der Lebenshilfe Goslar. „Wir wollten allen Interessenten die Möglichkeit geben, sich zu informieren. Denn unsere Erfahrung ist: Unternehmen können, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, enorm von inklusiver Beschäftigung profitieren. Und wir freuen uns, wenn wir sie auf dem Weg dahin begleiten und unterstützen können“, so Dickfeld weiter.
Landrat Dr. Alexander Saipa lobt die Intention des Unternehmensfrühstücks und unterstreicht, dass berufliche Inklusion auch in der Goslarer Kreisverwaltung wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur ist: „Als größter öffentlicher Arbeitgeber in der Region gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass wir bei der Besetzung unserer Stellen die Inklusion wo immer möglich mitdenken und umsetzen. Das beginnt bei der barrierefreien Erreichbarkeit unserer Dienstgebäude und endet nicht mit der passgerechten Büroausstattung. Wir wollen unserer Vorbildfunktion an dieser Stelle bestmöglich nachkommen.“
Für Arbeitgebende bietet die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung – neben einem positiven Image als sozial verantwortliches Unternehmen – zahlreiche Vorteile, denn sie bringen häufig neue Perspektiven, eigene Kompetenzen und eine hohe Motivation mit. Vielfältige Teams sind darüber hinaus oft kreativer und lösungsorientierter. Außerdem werden Arbeitsabläufe öfter reflektiert und verbessert.
„Die Veranstaltung hat viele offene Fragen beantwortet“, betont WiReGo-Geschäftsführer Dr. Jörg Aßmann. „Für die Unternehmen in unserer Region ist die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung eine gute Möglichkeit, dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.“
Interessierte Unternehmen können sich schon jetzt auf die Anmeldeliste für das nächste Unternehmensfrühstück setzen lassen: veranstaltung@lebenshilfe-goslar.de. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Weitere Informationen zum Angebot der Goslarer Arbeitsassistenz gibt es auf www.gs-aa.de.
