Über uns

Weihnachten – damals und heute

Dezember 11, 2023 11:26 am Veröffentlicht von

 

Wie heißt es doch immer so schön: „Früher war alles besser!“

Stimmt das eigentlich? Oder kommt es uns nur so vor?
Gerade zur Weihnachtszeit hört man diesen Satz immer wieder.

Früher hatten wir weiße Weihnachten.

Früher war es gemütlicher.

Früher war die ganze Familie zusammen.

Aber: Ist es nicht vielleicht die Erinnerung an unbeschwerte Kindertage, die auch das Weihnachtsfest ein bisschen mehr strahlen lässt, als in unserer heutigen Zeit?

Ja, die Welt ist hektischer geworden, aber ist für uns deswegen der Zauber des kindlichen Weihnachtsfestes verflogen und ist er fort, weil wir uns dieses bisschen Kindlichkeit von der Hektik des Alltags nehmen lassen?

Wir (Bewohner*innen und Assistent*innen des Charlotte-Holzschuh-Hauses/CHH) haben uns zusammengesetzt und darüber gesprochen, was wir vermissen und auf was wir uns an Weihnachten freuen.

Es ist die Familie bzw. die Menschen, die nicht mehr bei uns sind, die wir vermissen. Die unbeschwerte kindliche Vorfreude, die mit dem Glauben an kleine Wunder verbunden ist.

Aber im Großen und Ganzen gibt es viele Dinge, auf die wir uns alle noch freuen:

Der Weihnachtsbaum

Früher meist von den Eltern geschmückt, ist er heute noch ein Highlight für die meisten von uns. Heute lassen wir selbst unserer Kreativität freien Lauf. Ob beim Schmücken selbst oder schon beim Basteln des Baumschmuckes in der Vorweihnachtszeit.

Das Weihnachtsessen

Früher wie heute gibt es immer etwas Besonderes. Mit Liebe zubereitet und angerichtet genießen wir aber auch die Vorbereitung. Gemeinsam! Früher mit Mama und Geschwistern und heute gemeinsam in den Küchen des CHH. Dort kann man dann plaudern. Über früher, über heute und über das, auf was man sich freut.

Zusammen sein und musizieren

Die Angst, die wir alle haben: Einsam das Weihnachtsfest verbringen zu müssen. Umso größer ist die Freude, dass man es halt nicht ist und die Feiertage mit Menschen verbringen kann, die man mag.
Früher wurde bei vielen gemeinsam gesungen oder generell musiziert. Nun, die Blockflöte haben wir schon vor Jahren an den Nagel gehängt und auch die alte Bontempi-Orgel staubt wohl auf dem Dachboden der Eltern immer mehr ein. Singen allerdings, das können wir noch und das tun wir auch. Im Vorfeld schon mit unserem kleinen hauseigenen Chor und natürlich mit allen anderen im Haus.

Krippenspiel und Kirche

Für viele gehört es einfach dazu: der Gang in die Kirche am Heiligen Abend. Es gibt den Feiertagen seinen festlichen und erhabenen Anstrich. Man geht gemeinsam am dämmrigen Heiligabend an hellerleuchteten und festlichen geschmückten Fenstern vorbei und wenn man Glück hat und es liegt Schnee, genießt man das Tanzen der Schneeflocken und das Knirschen der Schneedecke unter seinen Füßen und die Stille, die herbeigezaubert wird, wenn die Schneedecke alle Geräusch dämpft, weil sie unsere Welt mit einer weißen Decke zudeckt.

Ja, Weihnachten ist die schönste Zeit des Jahres.

Nicht wegen der Geschenke, nicht wegen des guten Essens! Nein!

Es ist die schönste Zeit des Jahres, weil wir mit den Menschen zusammen sind, die uns wichtig sind.
Es ist die Zeit, in der wir uns noch einmal verzaubern lassen und ein gewisser Glanz in unseren Augen liegt.
Es ist die Zeit, in der das Wunder geschieht und wir die Welt noch einmal mit den Augen eines Kindes sehen können, wenn wir es zulassen.

In diesem Sinne, wünschen wir allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und frohes neues Jahr

Die Mitarbeitenden des Charlotte-Holzschuh-Hauses

Und

M. Etzrodt, D. Köster, K.-P. Willgeroth, I. Wilde, M. Willgeroth, S. Stövesand, S. Becker, A. Schnell, T. Kulman, B. Schwetge.
A. Wittenberg, E. Shaha, W. Scholz, J. Buss, H. Trute, S. Heine, B. Fischer, U. Becker und A. Gärtner